Die Bitte als Befehl

Release Your Self!

Die Bitte als Befehl

3. April 2019 Zitate von Holger Hufnagel 0

Wer erkennt so eine Situation wieder? 
Sie ist manchmal der Grund, warum wir nicht „nein“ sagen möchten.

Wir wollen das Gegenüber nicht verletzen, indem wir es ent-täuschen.

Nur, woher kam die Täuschung?

Ist es nicht so, dass wir unsere Art, wie wir etwas verstehen würden, allzu oft in den anderen projizieren? Woher wissen wir, was der andere wirklich fühlt?

Ist die Person ent-täuscht, war es ihre Erwartung und hat rein gar nichts mit uns zu tun. Wenn sie wütend wird oder sich ärgert, hat das ebenfalls nichts mit uns zu tun. Die Person hatte eine Erwartung und die Bitte war somit ein Befehl, die Erwartung zu erfüllen. Dass sie sich ärgert kommt daher, dass Menschen die nicht wach sind, in dem Traum leben, dass andere unser Leben glücklich machen könnten. Dies ist ein Mythos! Noch nie hat Dich jemand glücklich gemacht! Jemand hat dir eine Freude gemacht, doch verwechsle nicht Spass oder Freude mit „Glücklich sein“!

Hast Du eine Person ent-täuscht kann sich das in 2 Arten an Reaktionen auswirken:

  1. Die Anklage (Konfrontation): Sie wird Dich verärgert Fragen „Wieso nicht?!“ und versuchen Dich an die „(christlich) moralische Pflicht“ zu erinnern. „Ich habe dir doch auch schon geholfen (Bringschuld ankreiden).“ Ganz schön egoistisch, dass Du nicht hilfst, nicht wahr? 
  2. Die verdeckte Anklage (Manipulation): Sie wird „weinen“. Das kann mit oder ohne Tränen sein. Grundlegend wird sie dich „hintenherum“ in die moralische Pflicht nehmen. „Naja, ich komm schon irgendwie klar…“ oder „Ja, hast bestimmt wichtigeres zu tun, als dich um unwichtige Leute wie mich zu kümmern“. Ganz schön hartherzig bist Du, nicht wahr?

Mir ist die erste Version deutlich lieber, da sie Klarheit bezüglich der Sichtweise des anderen herstellt. Dies ist jedoch SEINE Sichtweise! 

Achtung Falle!

Wenn Du nun versuchst Dich zu erklären, bekommt das Gegenüber automatisch Energie in seine Sichtweise und wird Dich somit automatisch noch tiefer in die Erklärungsnot ziehen, denn Dein unmoralisches Verhalten ist einfach nicht OK, denn wer unmoralisch handelt, handelt falsch!

Nun möchte ich Dir mal ein neues Bild von Moral zeigen:

Wenn Du Dinge tust, die Du nicht oder jetzt nicht tun willst, wirst Du Dich schlecht fühlen. Du fühlst Dich schlecht dabei, während Du es tust. Das Resultat wird außerdem sein, dass Du viel Energie verbrauchst und dies in Form von Dank ausgeglichen haben möchtest. Hat Dich Dank je befriedigt? Versuche mal wertfrei darüber zu urteilen. Ist das nicht interessant?

Eigentlich verstößt Du gegen die Moral, weil Du dein Gegenüber in Bringschuld bringst, weil Du die Bitte eigentlich gar nicht erfüllen willst. Du verstößt allein schon gegen die Moral Dir selbst gegenüber. Aber nicht nur Dir wird es schlecht gehen, sondern Eure Beziehung wird sogar auf Dauer darunter Leiden.

Alle zwischenmenschlichen Beziehungen, leiden unter Mangel an Klarheit!

Klarheit ist essentiell für das Vertrauen, denn nur so wissen wir immer, woran wir sind. Was ist das denn für ein Gefühl, wenn es sein könnte, dass uns Jemand eigentlich nicht wirklich eine Bitte erfüllten wollte, sondern dies nur getan hat, um uns nicht zu ent-täuschen? Kannst Du es fühlen, was ich meine?

Somit ist das vergessene Wort „Nein“ eines der wichtigsten Faktoren, warum die Menschen in der Welt nicht miteinander klar-kommen.

Klarheit schafft Vertrauen!

Sagt „nein“, wenn ihr etwas nicht wollt. 
Klarheit ist Macht über Euer Leben. 

Liebe Grüße 
Hølger